Projekttag der WBS –Schule Plauen mit dem VITAL e.V.

Projekttag der WBS –Schule Plauen mit dem VITAL e.V.

25. Januar 2017 Aktuell Bildung Vereinsleben 0

 

Am gestrigen Dienstag

haben wir gemeinsam mit der WBS Schule in Plauen einen Projekttag durchgeführt.
Die angehenden Therapeuten und unsere Betroffenen und Angehörigen des VITAL e.V.haben an verschiedenen Stationen voneinander und miteinander gelernt.
Dieser Tag war schon etwas Außergewöhnliches für uns, denn etwas in der Art haben wir mit Schülern noch nie gemacht.

Der Tag begann mit der Vorstellung unserer Vereinstätigkeit.


Das Thema lebenslange Nachsorge für die Betroffenen und ihre Familien wurde hier sehr deutlich.
Auch über den Bedarf an Beratung und weiteren Angeboten wurde gesprochen.

Anschließend gab es ein Speed-Dating, bei dem die Schüler der WBS Schule etwas über die Geschichte der betroffenen Menschen erfahren haben, besonders über ihre Erfolge und beachtlichen Kraftanstrengungen auf dem Weg in ein neues Leben.

Parallel zum Speed-Dating fand eine Gesprächsrunde statt zum Thema „Die betroffene Familie“ statt.
Hier konnten die Schüler von Angehörigen erfahren wie sich das Leben ändert wenn ein Familienmitglied von einer Hirnschädigung betroffen ist.

Nach der Mittagspause haben wir gemeinsam praktisch gearbeitet. Basten mit einer Hand?
Geht das überhaupt? Dass das gar nicht so einfach ist aber dennoch möglich, haben die Auszubildenden am eigenen Körper erfahren können. Mit einem weggebundenen Arm ging es ans Malen, Kleben, Schneiden oder Holz-Sägen.
Viele stellten sich sehr geschickt an und halfen sich auch gegenseitig.

Ein Mensch mit halbseitiger Lähmung kann sich den Alltag erleichtern durch verschiedene Hilfsmittel.
Diese wurden von Vereinsmitglied Ilona Lippold an der Station „Hilfsmittel-Werkstatt“ der WBS Schule vorgestellt. Gespannt lauschten die Therapie- und Altenpflege-Schüler ihren Erzählungen.
Ilonas Schlaganfall ist schon einige Jahrzehnte. Damals gab es noch nicht so eine große Auswahl an Hilfsmitteln. Daher hat sie zu Hause mit ihrem Mann viele Alltagshilfen selbst erdacht und auch hergestellt.

Kommunikation und Sprechen ist ein großes Thema – besonders für Menschen mit Sprachstörungen aufgrund erworbener Hirnschädigung.
Bei der letzten Station ging es genau um dieses Thema. Einige unserer Betroffenen hatten bestimmt lange nicht mehr so viel gesprochen und die Schüler staunten über die verschiedensten Erfahrungsberichte.

Allen hat etwas gebracht: den einen weil sie eine echte Herausforderung bewältigt haben, was einigen bestimmt nicht leicht fiel, da Kondition und Konzentration gefordert waren.
Die Anderen haben viel erfahren über das Leben nach einem erworbenen Hirnschaden. Wir danken den Schülern und Lehrkräften von ganzem Herzen für diese tolle gemeinsame Erfahrung.

PS: Bemerkenswert ist, dass diese ganze Geschichte dank einer Bemerkung bei Facebook und einer Mittwochsvorlesung im Helios Vogtlandklinikum entstanden ist. 😉

 

 

 

 

 

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