2016 – Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

2016 – Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

23. April 2016 Aktuell Vereinsleben 0
2016 – Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch

Als Veranstaltungsort hatten wir uns diesmal das Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch gewählt.

Vor dem ersten Programmpunkt begrüßte unser Vorsitzender die Anwesenden, darunter auch den Landtagsabgeordneten Stephan Hösl aus Reichenbach, Jürgen Lippert vom Landesbehindertenbeirat, die Behindertenbeauftragte Dagmar Nauruhn und Karin Ranacher vom Integrationsfachdienst des FaD.


Herr Stephan Pöhler* war der erste Redner in unserem bunten Programm. Er ist der Beauftragte der sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.
Er sprach vor allem über den Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Sachsen.
Der Vortrag machte deutlich wie vielfältig die Aufgaben des Beauftragten sind und wie viele „Baustellen“ es noch auf dem Weg zur vollständigen Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gibt.

Ab Januar 2017 tritt das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft.
Deshalb hatten wir Petra Roth* eingeladen, um die Teilnehmer über die anstehenden Änderungen zu informieren.
Wir erfuhren von ihr, dass die bisherigen drei Pflegestufen dann in fünf Pflegegrade umgewandelt werden.
Außerdem erklärte sie den Zuhörern die neuen Kriterien nach denen die neuen Einstufungen vorgenommen werden. Besonders deutlich wurde hier, dass die bisherige Minutenregelung wegfällt und dafür andere Kriterien verwendet werden – wie zum Beispiel der Grad der Selbständigkeit.

Besonders interessant war auch der Vortrag von Karin Wartig*.
Sie sprach zu den Themen Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Die weniger komplizierte Sache ist dabei die Vorsorgevollmacht.
Hier geht es darum, wie die persönlichen Dinge geregelt werden sollen, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.
Etwas tiefgreifender ist da schon die Patientenverfügung. Denn mit ihr kann geregelt werden, dass man im Ernstfall die Entscheidung über sein Leben in die Hände eines anderen Menschen legt.
Es war ein Vortrag der viele Zuhörer zum Nachdenken anregte.

Zwischen den Redebeiträgen sorgte Gabriela Steiner zwei Mal für Bewegung und gute Laune mit Zumba im Sitzen. Die mitreißende Art von Frau Steiner brachte tatsächlich alle dazu, sich zu bewegen.

Das Sanitätshaus „Alippi“ war ebenfalls mit zwei Mitarbeitern (Herr Huss und Frau Winkler) vor Ort. Sie übergaben an die Vertreter unserer Selbsthilfegruppen einen Schlaganfall-Ordner, der viele nützliche Informationen für die Betroffenen enthält.
Außerdem stellten sie verschiedene Hilfsmittel vor, die auch gleich ausprobiert werden konnten.

Wir danken dem Klinikum Obergöltzsch, besonders der Verwaltungschefin Frau Liebold, für die Unterstützung.
Vom Vorsitzenden noch ein „fein gemacht“ an unsere Mitarbeiterin Franziska Borck, die durch das Programm führte und natürlich an alle anderen, die mit der Organisation und Durchführung der Veranstaltung zu tun hatten.

* Unsere Redner und weitere Gäste noch einmal im Überblick:

  1. Stephan Pöhler, Beauftragter der sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung
  2. Petra Roth, Geschäftsführerin der Elterninitiative für Behinderte und ihre Familien e.V. und Mitglied des Bundesvorstands des Körper- und Mehrfachbehindertenverbandes
  3. Karin Wartig, Geschäftsführerin des Betreuungsvereins Aue – Schwarzenberg e.V.
  4. Stephan Hösl, Landtagsabgeordneter der CDU
  5. Dagmar Nauruhn, Senioren- und Behindertenbeauftragte des Vogtlandkreises
  6. Jürgen Lippert, Mitglied des Landesbehindertenbeirates beim Sozialministerium Dresden sowie Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V.
  7. Karin Ranacher, Integrationsfachdienst bei der FAW Plauen

 

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