Die Nachbesprechung des Rollstuhlprojekts im WBS Plauen

Die Nachbesprechung des Rollstuhlprojekts im WBS Plauen

14. Juni 2018 Aktuell Bildung 0
Die Nachbesprechung des Rollstuhlprojekts im WBS Plauen

Erkenntnisse

Bevor Herr Wißgott vom Tourismusverband in der Nachbesprechung mit den Auszubildenden der Ergo 2016 seine Zusammenfassung der getesteten Orte und Strecken verglich, durfte ich klarlegen worum es mir bei dieser Auswertung ging.

Worauf wir in Frage – Antwort zu einigen der Erkenntnisse gelangten, die oben auf der Tafel geschrieben stehen.
Muss man Barrierefreiheit für alle Arten von Behinderung haben? Konkret: Braucht das Wendedenkmal eine Erdschleife mit einem Audioguide?

Was sagt die Behindertenrechtskonvention und was würde ich für sinnvoll erachten?

Der Denkmalschutz kommt natürlich meistens mit Barrierefreiheit in Konflikt.

Ein kulturelles Objekt kann nicht als Barrierefrei nutzbar bezeichnet werden, wenn keine Behindertentoilette mit den Mindestmaßen da ist. Viele Menschen, auch Nichtbehinderte richten ihre Wege nach öffentlichen Toiletten ein.

Wenn in einer Gegend also keine öffentliche Toilette vorhanden ist, kommen da manche Menschen niemals hin.

Das bringt uns unweigerlich zu der Kategorie wirtschaftlicher Faktor. Menschen mit Behinderung sind kaum allein unterwegs. Meist haben sie Assistenz mit. Und wenn es die Familie ist. Und alle lassen Geld an touristischen Orten.

Ein weiteres Kriterium ist Selbstständigkeit. Die Behindertenrechtskonvention sagt darüber aus: dass Barrierefreiheit hergestellt werden muss, unabhängig von der Zahl ihrer Nutzer. Demnach braucht das Wendedenkmal einen Audioguide.

Das bringt uns wiederum zum Kostenfaktor. Es gibt zu dieser Zeit auch andere Probleme die höhere Priorität haben.

Und dann kam noch die Frage auf: Wie wird es in Zukunft mit der Barrierefreiheit? Ich glaube, dass sich diesem Ziel von drei Seiten genähert wird. Durch Öffentlichkeitsarbeit, von Seiten, das man erkennt, dass Barrierefreiheit für alle gut ist und von technologischer Seite.

Danach war Herr Wißgott dran.

Er hatte die Zusammenfassung aller getesteten Objekte vom 8.5.2018 mit. Bevor er die verlas gab es noch Fragen im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung zu klären. Dann war jedes getestete Objekt, vom Malzhaus über die Stadtführung bis zum Museum dran.
Ob Toiletten zu klein waren, die Türbreiten zu schmal waren oder kein Rollstuhlfahrerparkplatz vorhanden war. Alle Berichte werden an die entsprechenden Leiter*innen zugesendet.  Das Auswerten der vielen Testberichte und sie Zusammenzufassen muss eine Heidenarbeit gewesen sein. Doch alles Zusammen war eine gründliche Arbeit. Er hatte sogar an Empfehlungen gedacht. Wie die, die Stadtführung nicht am Wendedenkmal sondern oben bei der Sparkasse anfangen zu lassen, weil Rollstuhlfahrer sonst zuerst den Berg hoch müssten. Und das könnte für Unmut sorgen.

Nächstes Jahr im Mai sind wir in Schöneck. Dort wartet schon das IFA auf unsere Tester.

Tag der offenen Tür WBS   Tag der offenen Tür WBS

 

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