Helfen sie auch ohne eigene Kosten

AVeranstaltung zum Weltschlaganfalltag 2017 0286m 2 November 2017 fand in diesem Jahr unsere Veranstaltung zum Weltschlaganfalltag statt.
Zusammen mit Auszubildenden zu Heilerziehungspflegern des BSZ Anne Frank in Plauen führten wir ihn wieder in deren Schule durch.
Es waren auch Therapeutenschüler der WBS Trainingsschule als Gäste dabei.
Das Programm hatten sich diesmal die Auszubildenden ausgedacht.
Nach einer kurzen Begrüßung führten sie ein kleines Theaterstück auf. Eigentlich war es eine gespielte Aufzählung verschiedener Behinderungssituationen.
Das ging damit los, dass Klaus im Rollstuhl in einer Bar schlecht durch Tischreihen kommt und auch keinen Jägermeister bekommt, Aphasiker an der Kinokasse, Frau an der Straßenbahn, ungebetenen Helfende Passanten und einigem mehr.
Eigentlich alles Sachen die einem passieren können wenn man Einschränkungen zum Beispiel von einem Schlaganfall davongetragen hat. Einschränkungen mit denen man jetzt leben muss.
Danach gab es eine Diskussion um diese aufgezeigten Probleme. Die Diskussion war ganz schön rege weil auch viele der Anwesenden mit eigener Praxiserleben aufwarten konnten.
Viele der Probleme hängen auch stark von gesellschaftlicher Akzeptanz und den vielen psychosozialen Zusammenhängen ab.

Als letztes kam noch die Meinung, dass eine inklusive Gesellschaft eine Utopie ist.
Wenn man Inklusion als Denkrichtung sieht auf dem Zeitpunkt 0 vor 20 Jahren, dann sind wir doch schon ein gutes Stück vorangekommen. Und eine wirklich inklusive Gesellschaft wird es wohl nie geben, da wird man immer etwas besser machen können.
Es ist nun einmal ein Prozess.
Grundlagen für diesen Prozess sind zum Teil geschaffen worden. Die Behindertenrechtskonvention erhebt die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu Menschenrechten.
Sie ist von Deutschland ratifiziert worden, also ist sie Gesetz seit 2009.
Entgegen dem Sozialgesetzbuch, in dem Behinderung im medizinischen Ansatz definiert wird, wird in der Behindertenrechtskonvention Behinderung im sozialen Ansatz gesehen.

(Zu dieser Problematik empfehle ich diesen Link vom Krauthausen Blog zulsen. )

Nach einer kurzen Pause war dann die Tiertherapeutin Martina Schweitzer mit ihrem Hund Charly dran. Doch erst mal ohne Hund. Sie begann mit einem Zitat von Franz von Assisi, der den Tieren predigte.
Was dann folge zeugte von ihrem ungeheuerem Wissen als Heilpraktikerin und Psychotherapeutin. Und als ehemalige Leiterin der Diakonie Auerbach.
Danach war auch Charly dran. Mithilfe von ein paar Leckerli zeigte er ein paar Kunststückchen während sie erklärte was so ein Hund kann und für was man ihn einsetzen kann. Das geht von eben Therapiehund bis zu Assistenzhund. Es gibt sogar Hunde die Diabetiker warnen wenn Unterzuckerung droht. Der wichtigste Teil galt aber der Finanzierung von Heilpraktiker Leistungen, die ja nicht alle Krankenkassen in ihrem Vergabemitteln aufgenommen haben.
Dann folgte eine Mittagspause, für die die Auszubildenden in der Lehrküche gekocht hatten. Mit dem Untertitel 'gesunde Ernährung' Es gab Spirelli und Salat. Nach dem Essen, in dem auch unsere hübschen, von Strom Plauen gesponserten Kalender "Vital in Aquarell" verkauft wurden ging es mit Stationsbetrieb weiter mit Stationen von denen ich besonders eine hervorheben möchte. Dort kam es darauf an gemeinsam zu handeln. Mithilfeeiner Spinne, bestehend aus Schnüren und Drähten, verbunden mit einer Holzscheibe, sollten Holzklötze übereinander gestapelt werden. Doch eigentlich ging es bei allen Stationen um die Kommunikation miteinander. Was auch reichlich genutzt wurde.
Nach dem Stationsbetrieb war die Veranstaltung auch beendet.
Man kann sich bei allen Auszubildenden nur bedanken. Bei denen vom WBS für ihr Interesse und ihre Mitarbeit und Erfolge wünschen bis zum Wiedersehen im Dezember zu den Projekttagen. Und denen vom BSZ Anne Frank für das Ausrichten dieser Veranstaltung. Das praktische Ziel wurde erreicht, das Thema Inklusion in Diskussion zu bringen und auch die Verbindung zu den Schlaganfall-Auswirkungen zu ziehen, mit denen ja die meisten von uns zu kämpfen haben.

Das schreit nach einer Wiederholung im nächsten Jahr mit den Nachfolgern und neuen Ideen.

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