Seminar zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Seminar zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

5. Februar 2019 Aktuell Teilhabeberatung 0
Seminar zum Bundesteilhabegesetz

Unser Verein lädt sehr herzlich am 14.2.2019 zu einem Seminar zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) ein. (Ausgebucht)

Das Gesetz soll die Rechte von Menschen mit Behinderungstärken und die Teilhabe am Leben erleichtern.
Für viele Menschen mit Behinderung, Angehörige und Menschen die im Sozial- undGesundheitswesen tätig sind zeigen sich jedoch viele Fragezeichen dazu.

Das möchten wir gern ändern und freuen uns Sie und Euch
am 14. Februar 2019 von 11-15 Uhr im Best Western Hotel Plauen,
Straßberger Straße 37-41 zu begrüßen.

Die Referentin für diesen Tag ist Frau Rechtsanwältin Reingard Bruns ausDresden.

  • An diesem Tag werden wir das Gesetz näherbetrachten.
  • Wir werden die Ziele des Gesetzes kennenlernen,
  • was das Teilhabe- und Gesamtplanverfahrenbedeutet,
  • welches Wunsch- und Wahlrecht Menschen mitBehinderungen haben,
  • welche Neureglungen es bei der Teilhabe zumArbeitsleben gibt
  • und die Auswirkungen auf die Arbeit vonLeistungserbringern.

Wir bitten ab jetzt von Anmeldungen für dieses Seminar abzusehen weil die Raumkapazität vollends ausgeschöpft ist.

(Vogtländische Initiative für Teilhabe und Aktives Leben) e. V.

Albertplatz 1
08523 Plauen
Tel.:03741 719096
Fax.:03741 719097

Allgemeines zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Am 16.12.2016 verabschiedete der Bundesrat das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Das Gesetzespaket sieht umfassende Neuregelungen im Recht der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen vor.

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes verläuft schrittweise, weil es sehr umfangreich ist:

Reformstufe 1 (2017):

Reformstufe 2 (2018):

Reformstufe 3 (2020):

Reformstufe 4 (2023):


Im Teil 1 des SGB IX wird ein neuer Behinderungsbegriff eingeführt, der sich am bio-psycho-sozialen Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) orientiert. Der neue Behinderungsbegriff begreift eine funktionale Beeinträchtigung nicht mehr als Eigenschaft und Defizit einer Person, sondern betrachtet sie im Zusammenspiel mit Kontextfaktoren sowie mit den Interessen und Wünschen des betroffenen Menschen.

(aus: Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz)

Einer Person und nicht: Menschen sindbehindert…  (1)

Das bedeutet der Einzelne
Mensch mit Behinderung wird betrachtet und nicht eine Gruppe.
Und an anderer Stelle:

sowie mit den Interessen und Wünschen des betroffenen Menschen.

Das wiederum bedeutet, dass jetzt auch der Mensch mit Behinderung einbezogen werden muss
Denn der weiß was er möchte.
Und, vielleicht wichtiger noch, was er nicht möchte.

Darum ist im §9 des SGB!X das Wunsch und Wahlrecht festgehalten.

§2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch IX: (Alt)

 „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben der Gesellschaft beeinträchtigt ist.”