Wanderung mit Katja Kipping, einer Vorsitzenden der Linken

Wanderung mit Katja Kipping, einer Vorsitzenden der Linken

13. Juli 2018 Aktuell Tourismus Vereinsleben 0
barrierearme Wanderung mit Katja Kipping 4

Auf barrierearmer Tour

zur gestrigen Wanderung in der Stadt mit Katja Kipping, eine der Vorsitzenden der Linken und dem Fraktionsvorsitzenden und Oppositionsführer im Sächsischen Landtag Rico Gebhard sowie der Kreisvorsitzenden der Partei Janina Pfau, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung des Vogtlandkreises Dagmar Nauruhn und weiterer Bürger und auch Pressevertreter.
Wir haben Verbindungen zu den meisten großen demokratischen Parteien. Also waren wir auch dabei als eine Einladung zu einer Wanderung auf einer barrierearmen Tour in der Stadt Plauen kam.

Es ging vom Jugendring in der Anton-Kraus-Straße über den Alten Postweg, die Streichhölzerbrücke, dem Elsterradweg bis zum Neustadtplatz.
Beim Laufen kann man gut Reden, außer man hat einen Elektrorollstuhl. Da muss man sich auf das Fahren konzentrieren. Über die Streichhölzerbrücke wäre ich allrdings mit dem Rollstuhl nicht gefahren als sie diesen Namen noch mit Recht trug, als sie wirklich ganz aus Holz war. Bis vor fünfundzwanzig Jahren.

In Gesprächen geht es um den Lehrermangel, den Ausfall von Unterrichtsstunden bei zu vielen Schülern. Ein Vertreter des Kreisschülerrats war dabei.
Bei dieser Wanderung ging es im lockeren Gespräch auch um Aktuelles, Probleme und  Geschichte von Plauen. Von allem gab es ja reichlich. Man unterhielt sich über positive und auch negative Entwicklungen und ab und zu musste man auch anhalten um den Tross, der sich weit auseinandergezogen hatte aufschließen zu lassen. Wir informierten auch über Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen im Vogtlandkreis und über die EUTB, das neue Beratungsangebot das aufgrund eines Förderbeschlusses des Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS. Der Verein ist Träger dieses Angebots der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) für den Vogtlandkreis ist.

Thema war auch das ehemalige Projekt barrierefreier und barrierearmer Wanderwege im Vogtland welches mit Konsequenz vom Tourismusverband fortgeführt wird, wobei das Projekt „Inklusion im Vogtland“ der Diakonie Auerbach auch einen großen Beitrag dazu einbringt. Und überhaupt der ganze Themenbereich Inklusion.

Ein Komentar vom Autor:

Was ist der Unterschied zwischen Barrierefrei und Barriearm?

Kann eine Wanderung auf ebenerdigem Untergrund als Barrierefrei bezeichnet werden?  Wenn der mit dem Rollstuhl sagt ja, wird der mit einer extremen Seheinschränkungen sagen: da ist ja gar keine Begrenzung am Weg für meinen Blindentaststock. Also nein.

 

Barrierefreiheit  ist eine Gestaltung der baulichen Umwelt, sowie von Kommunikation, Systemen der Information, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände usw, dass sie von Menschen mit Beeinträchtigung ohne weitere Einschränkung oder Fremde Hilfe genutzt und wahrgenommen werden können.

 

Das ist der Grund:

  • Warum Fahrstühle sprechen
  • Warum  Konturen an Fahrstuhltasten dran sind.
  • Warum Ampeln piepen
  • Warum es Leitrillen für Blindentaststöckauf manchen Kreuzungen gibt
  • Warum gute Webseiten und Pdf´s mit PC´s aber auch mit Handys funktionieren und sich vorlesen lassen.
  • Warum  es leichte Sprache gibt
  • Warum es Untertitel und Gebärdenvideos gibt
  • usw. usw. …

 

Und Barrierefreiheit ist für Menschen mit Schwerbeschädigtenausweis das heißt Einschränkungen über 50% und unter 50% und das sind, wenn man mal richtig drüber Nachdenkt, alle anderen Menschen. Weil, jeder hat schon mal Einrichtungen die Barrierefreiheit herstellen benutzt. Auch ohne es zu wissen.

Und ein sehr wichtiger Aspekt dabei ist bezogen auf die Einrichtungen ist  Selbstständige Benutzbarkeit ohne fremde Hilfe.

Falsch ist also: er kann das nicht benutzen weil er fast nichts sieht.

Richtig ist: er kann das nicht benutzen weil das nicht Barrierefrei ist.

Also ist über allem das ominöse Wort Teilhabe.

Das T in VITAL steht für Teilhabe

Und ohne Barrierefreiheit keine Inklusion.
Ohne Barrierefreiheit keine gleichberechtigte Teilhabe.

Und das Wort Barrierearm scheint es gar nicht zu geben.

Steffen Marquardt

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